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Auf eine Tasse Kaffee… mit Karoline Herfurth!



Waldorf-, Musik- und Schauspielschule: Die Bildungsstationen im Lebenslauf von Karoline Herfurth klingen ganz und gar nicht nach Schulalltag – trotzdem verbinden wir sie damit: Bekannt geworden als Referendarin Schnabelstedt in Fack ju Göthe, hat sie gleich mehrere Erfahrungen vorzuweisen, die ihr eine etwas andere Perspektive auf Unterricht und Hausaufgaben geben. Ein paar Fragen hatten wir deshalb:

Was wolltest Du als Kind werden?

Ach, alles mögliche: Zirkusartisten, Ballerina, Kinderärztin… aber ehrlich gesagt habe ich mir gar nicht so viele Gedanken darüber gemacht.

Und warum/wie hast Du Dich dann entschieden, Schauspielerin zu werden?

Ich wurde zweimal angesprochen. Einmal mit 11 beim Kindertheater und einmal mit 15 auf dem Schulhof. Dann hat es mir solchen Spaß gemacht, dass ich einfach nicht mehr aufgehört habe. Mit 19 bin ich dann auf die Schauspielschule gegangen, um es zu meinem Beruf zu machen.

Wie warst Du so als Schülerin?

Ich war auf einer tollen Schule und habe sehr gerne gelernt. In theoretischen Fächern war ich begabter als in künstlerischen, aber mir hat eigentlich fast alles Spaß gemacht!

Was war das schönste an Deiner Schule?

Dass Schüler nicht an Leistungshorizonten gemessen und durch Noten verglichen wurden.

Was fehlt Dir am heutigen (öffentlichen) Schulsystem? Was würdest Du verändern?

Ich würde das Notensystem abschaffen und individuelle Talente stärker in den Vordergrund stellen. Dass jemand, der großartig in Sprachen oder handwerklichen Fächern ist nicht mit einem geringeren Abschluss nachhause geht, nur weil er keine mathematische Begabung hat. Ich glaube das verbaut Chancen auf dem Arbeitsmarkt auf allen Seiten.

Wenn Du Lehrerin wärst, wie sähe Dein Unterricht aus?

Ich würde genau das versuchen. Den Schüler in seiner individuellen Leistungsfähigkeit zu motivieren.

Hat Deine Zeit in Fack Ju Göhte Schulerinnerungen geweckt? Wenn ja, welche?

Naja, diesmal stand ich auf der anderen Seite. Aber wir waren auch eine sehr laute und unbändige Klasse!

Und welcher Dreh hat Dir am meisten Spaß gemacht?

„SMS für Dich“ 🙂

Was möchtest Du uns, als jungen Menschen, mit Blick auf die Zukunft gerne mit auf den Weg geben?

Sich selbst und den eigenen Stärken zu vertrauen, auf die Umgebung zu achten und sich zu überlegen, was man für ein Leben leben möchte, darauf hinzuarbeiten, Forderungen zu stellen und sich für seine Überzeugungen politisch und sozial zu engagieren.

Vielen Dank für das Interview!

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