Eine Teilnehmerin packt aus: Sie berichtet von ihrer Vorfreude, von Schwierigkeiten, die es im Vorhinein gab, von den vielen schönen Momenten und von der unglaublichen Motivation, die sie daraus schöpfen konnte:

„Ausnahmsweise hatte ich heute zwei Stunden früher aus, sodass ich noch bei einem Volleyballturnier mitspielen konnte. Kaum waren wir fertig, zog mich meine Schülersprecherin rasant aus der Schule raus und offenbarte mir, dass ein Physiklehrer unserer Schule uns mit dem Auto zum drei Kilometer entfernten Bahnhof bringen wird. Zum Glück hat mein Bruder mitgedacht – der ist nämlich nach dem Unterricht heimgefahren und hat unsere Taschen geholt. Das hätte ich natürlich total vergessen. Aber ich wusste ja auch gar nicht, dass wir überhaupt schon so früh fahren.

 

Unterwegs mit der SMV geht’s einfacher

Am Bahnhof angekommen kauften meine Schülersprecherin und mein Bruder zusammen die Tickets. Wir waren zu viert, aber an der nächsten Station stiegen noch drei weitere Schülerinnen und Schüler unserer Schule ein. ‚Cool, zu siebt von unserer SMV! Da habe ich auf jeden Fall immer jemanden, an den ich mich ranhängen kann‘, dachte ich mir. Und meine Vorfreude wuchs langsam. Ich wusste zwar nicht genau, was mich erwartete, aber ein ganzes Wochenende ohne Eltern mit 250 Jugendlichen in meinem Alter kann nur gut werden.

Wir sind sogar zwei Mal umgestiegen, aber die Fahrt hat nur eine Stunde gedauert – was vom Kaff aus eine schnelle Verbindung ist – und war schnell rum, weil wir zu siebt jede Menge Spaß hatten! Zum Glück hab ich meine SMV dabei – oder eher meine SMV mich.

 

Jetzt geht’s los…

Und dann begann mein Bauch zu kribbeln. Erst etwas, dann immer stärker. Mir fiel in diesem Moment auf, dass ich überhaupt keine Ahnung hatte, was mich eigentlich erwartet. Nach einer kurzen U-Bahn-Fahrt waren wir an der besser-Schule. Sie schaute nicht aus, wie eine normale Schule. Als wir durch die Tür gingen, liefen überall glückliche und motivierte Leute rum, einige in auffälligen T-Shirts, andere mit auffällig lauter und schreiender Stimme (etwas weiter hinten stand ein Kreis von Menschen, der wirr durcheinander hüpfte). Direkt vor mir standen vier Tische und eine kleine Schlange von Menschen mit Gepäck davor. Das Bild wirkte ziemlich professionell: Hinter Computern sitzend, jeweils zu zweit an einem „Schalter“, eine gibt die Daten ein, der andere hält bunte Bändchen bereit.

Check-In geschafft – und bevor ich überhaupt dazu kam, mich überfordert zu fühlen, fingen mich an die zehn Menschen ab. „Hey, cool, du bist auch in unserer Gruppe!“, schrie mir irgendjemand entgegen. Keine Ahnung, wer das war, aber ich hab ja nichts gegen Komplimente. Mein Bruder ist in eine andere Gruppe gegangen, meine Schülersprecherin auch. Aber meine beste Freundin war noch bei mir – zum Glück! Nachdem wir noch drei weitere strahlende Gesichter aufnahmen, ging es los. Wir bekamen eine ausführliche Führung durch das ganze Schulgebäude, konnten unsere Taschen in den Schlafhallen abstellen und haben uns erklären lassen, was wir so in den nächsten Tagen vorhaben. Ich hatte etliche Fragen, hab mich aber nur getraut, eine zu stellen. Naja, später kam ich dann zumindest dazu, mehr davon loszuwerden…

 

Tu es wegen dem flashigen Gefühl!

Und so begann meine besser::-Geschichte. Ich konnte es mir nicht verkneifen, mich zu weiteren Kongressen anzumelden. So viel Motivation und geballte Kompetenz im Ehrenamt habe ich noch nirgendwo anders gesehen. Und so fertig wie nach diesem Wochenende bin ich sonst selten. Aber in jedem Fall hat es sich gelohnt! Und ich kann jeder und jedem sagen: Melde Dich an! Auch wenn Du keinen Plan hast, komm auf besser:: und lass Dich verzaubern. Schreibe Deine eigene Geschichte, denn die anderen ziehen Dich alle gemeinsam in ein richtig ‚flashiges Gefühl‘, wie es eine Freundin von mir mal ausdrückte.“